Trailer Sutherlandia frutescens

AIDS ist nach wie vor auf dem Vormarsch, weltweit gibt es zur Zeit fast 40 Millionen Infizierte - ein Großteil davon in Asien und Afrika. Das größte Problem: In den Entwicklungsländern ist kein Geld für die Therapie, nur einer von 14 Betroffenen wird überhaupt mit Medikamenten behandelt. Da greift man nach jedem Strohhalm, zum Beispiel zu Sutherlandia frutescens - einer Pflanze, die in Afrika wie Unkraut am Wegesrand wächst.

Das Volk der Sotho nennt die Pflanze  "Lerumo-lamadi" - "Speer des Blutes", weil Sutherlandia das Blut reinigen und so den Körper kräftigen soll. Cancer-Bush - übersetzt: Krebsbusch - ist ein anderer Name, unter dem die Pflanze in Südafrika bekannt ist.

Sutherlandia frutescens - auf deutsch Ballonerbse genannt, ist ein immergrüner Halbstrauch aus der Familie der Hülsenfrüchtler (zur gleichen Familie gehören auch die Erdnuss oder die Sojabohne) mit silbrig grünen Fiederblättern, zahlreichen roten Blütenbüscheln und später blasenartigen Samenständen.

Sutherlandia ist eine Pionier-Pflanze, das heißt, sie kann extreme Bedingungen ertragen und wächst als erste Art an Stellen, wo noch keine andere Pflanzen gedeihen können. Dringen andere Pflanzen in diese Gebiete vor, verschwindet Sutherlandia.

Sutherlandia kräftigt den Körper
Seit neun Jahren behandelt der südafrikanische Biologe Nigel Gericke mit einigen Helfern rund 700 Patienten mit Sutherlandia-Tabletten - und das nach seiner Aussage mit enormem Erfolg. Die Betroffenen sollen an Gewicht zugelegt haben und wieder in der Lage sein, ein relativ normales, aktives Leben zu führen.

Sutherlandia als Heilmittel
Die Einheimischen nutzen Sutherlandia schon seit Jahrhunderten als vielfältig einsetzbares Heilmittel. Die Pflanze wird von traditionellen Heilern zur Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems bei den verschiedensten Krankheiten eingesetzt.

Sutherlandia lindert Nebenwirkungen
Nigel Gericke betont allerdings, dass Sutherlandia auf keinen Fall ein Heilmittel gegen AIDS oder Krebs ist, sondern nur die damit einhergehenden Begleiterscheinungen wie Gewichtsverlust und Antriebslosigkeit lindern kann. Es kommt somit zu einer Steigerung der Lebensqualität.

Wie wirkt Sutherlandia
Ein Team von Wissenschaftlern um den Biologen Nigel Gericke hat inzwischen auch die Inhaltsstoffe der Pflanze zum Teil analysiert und will eine ganze Reihe von antiviral wirkenden Substanzen darin entdeckt haben: zum Beispiel die Substanz L-Canavanine, die gegen Grippe- und andere Viren wirkt, oder den Wirkstoff Pinitol, der auch eine antidiabetische Wirkung hat und zur Therapie des Kräfteverfalls bei Krebs- und AIDS-Patienten eingesetzt werden kann.

Gamma-Aminobuttersäure wirkt mentalem und emotionalem Stress, Angstgefühlen, Panikattacken, Depressionen und Schlaflosigkeit entgegen. Damit kann die stimmungsaufhellende und die Wohlgefühl steigernde Wirkung von Sutherlandia begründet werden.

Aus dieser spezifischen Kombination von Wirkungsweisen ergeben sich eine Reihe von Indikationen. Innerlich wird die Droge zur Behandlung von Krebs, dyspeptischen Beschwerden, Magengeschwüren, Reflux-Oesophagitis, Diabetes mellitus, Leberleiden, gynäkologischen Erkrankungen, Harnwegsinfektionen, Rheuma, Ödemen, Grippe, Erkältung, Fieber und Tuberkulose eingesetzt, sowie als bitteres Tonikum und Umstimmungsmittel. Äußerlich werden Extrakte bei Augeninfektionen, Wunden, Verbrennungen und entzündlichen Hautleiden eingesetzt.

Herstellung
Die derzeitige Herstellung der Tabletten ist extrem einfach: Der robuste Halbbusch wird einfach komplett kleingehäckselt und zu Tabletten gepresst. Ein Verfahren, dass natürlich in keiner Weise westlichen Standards entspricht. Aufgrund der simplen Verarbeitung ist Sutherlandia extrem günstig. Für umgerechnet rund zwei Euro kann man in Südafrika einen Patienten einen ganzen Monat lang versorgen.

Sicherheit
Gemäß den WHO Richtlinien für die Bewertung pflanzlicher Arzneimittel wird die Droge als sicher eingestuft, da die Geschichte der Anwendung in Südafrika weit in die Vergangenheit zurückreicht. Es sind keine schweren unerwünschten Nebenwirkungen dokumentiert. Es existieren lediglich vereinzelte Berichte über einen leichten diuretischen Effekt, Durchfall, Verstopfung und trockene Mundschleimhaut nach Einnahme von Sutherlandia. Obwohl die Art traditionell auch in der Schwangerschaft eingesetzt wird, ist die Anwendung bei Schwangeren aufgrund mangelnder Beweise für die Unbedenklichkeit heute kontraindiziert.

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Sutherlandia frutescens eine Heilpflanze aus dem südlichen Afrika
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